Installation von Programmen die als tar.gz vorliegen

Sascha Morr sascha.morr at sturmkind.info
Mit Sep 29 16:07:23 CDT 2004


Moin Martin!

> Und sowas steht nicht in einer README?

Meist ein Text in englisch mit Fachbegriffen mit denen der 
Normalbenutzer nichts anfangen kann. Auf meiner Arbeit habe ich es vor 
allen mit solchen Normalbenutzern zu tun und kann deren Level recht gut 
einschätzen.

> Einspruch. Die Installation von Software ist sowohl mit 'apt-get
> install foo' als auch mit synaptic um Größenordnungen einfacher, als
> es mit Windoze oder MacOS je möglich sein wird (da muss man Software
> erstmal kaufen/von Hand runterladen, Instruktionen lesen, sich durch
> Installer wühlen etc.).

Nur dumm das es eben nicht alles als DEB gibt und die Menge der nicht 
als DEB verfügbaren Programme wird parallel mit der Menge der Closed 
Source Software die es für Linux gibt steigen. Die Intallation unter 
Windows ist nicht wirklich schwer, ich sollte das ebenfalls recht gut 
wissen da ich mich in beiden Welten bewege. Das beides seine Schwächen 
hat ist eine andere Geschichte.

> Das  Dependency-Problem ist mit apt auch sehr
> elegant gelöst, im Gegensatz zu z. B. Windows-Programmen, die dann
> alle Dependencies gleich auf der CD mitbringen und doppelt und
> dreifach installieren (ich habe mich schon immer gewundert, warum
> Win-User so große Festplatten brauchen :-) ).

Nun dafür haben wir unter Windows ein Problem mit verschiedenen 
Dateiversionen, besonders bei Closed Source Software wird das noch 
gehörige Bauchschmerzen bringen. Außerdem ist zu bemängeln das die 
Beschreibungen der Pakete im Regelfall in Englisch, also nicht 
lokalisiert sind. Wen übrigens später einmal Software für Linux auf CDs 
vertrieben werden soll müssen auf dieser CD auch alle Abhändigkeiten 
enthalten sein da nicht davon ausgegangen werden kann das der User sie 
schon installiert hat oder einen schnellen Internetzugang besitzt. 
Synaptic ist übrigens schön aber ich bevorzuge nach wie vor APT da man 
damit effektiver als mit Synaptic arbeiten kann.

> Es ist nich die Schuld von einer Linux-Distribution, wenn irgendwelche
> Hersteller irgendeine Software verbreiten, die sich nur schwer
> installieren lässt. Man kann der Distribution höchstens anlasten, dass
> sie das betreffende Paket nicht paketiert hat, aber das hat im Falle
> vom RealPlayer wiederum lizenzrechtliche, nicht technische Gründe.

Und genau weil es eben bei Closed Source Software in Zukunft 
lizenzrechtlich immer mehr Probleme geben wird muß es dort einen für 
alle Distributionen einheitlichen Ansatzpunkt geben.

> Also: wenn sich eine Software nicht installieren lässt, dann verhaue
> bitte den Hersteller, nicht die Platform, auf der Du installierst :-)

Doch weil es die Plattform (Die diversen GNU/Linux Distributionen) nicht 
schafft ein einheitliches System zu schaffen. Oder glaubst Du das für 
Windows so viele Programme existieren würden wen es zahlreiche Versionen 
gäbe von welchen sich jede bei der Installation eines Programmes 
weitgehend anders als die anderen verhielte?

> Zur Not gibts ja auch noch www.apt-get.org, da sind manchmal auch
> lizenzrechtlich fragwürdige Pakete vorhanden (oder zumindest Installer
> dafür).

Auch das weis ich, Marillat ist Dein Freund ;-) Aber das ist wiederum in 
meinen Augen nicht Normalbenutzergeeignet. Man muß endlich begreifen das 
der Normalbenutzer einen Rechner als einfach zu bedienendes Werkzeug 
will und nichts anderes.

Wünsche Dir noch eine Gute Nacht

Grüße
Sascha




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