Grafischer Installer

Stephan Hermann sh at sourcecode.de
Mit Nov 9 06:31:34 CST 2005


On Wed, 2005-11-09 at 04:33 +0100, Florian Diesch wrote:
> On Tue, Nov 08, 2005 at 09:10:44PM +0100, Stephan Hermann wrote:
> > Nabend,
> > 
> > On Tue, 2005-11-08 at 00:26 +0100, Florian Diesch wrote:
> > > On Fri, Nov 04, 2005 at 03:12:30AM +0100, Stephan Hermann wrote:
> > > > Hi,
> > > > 
> > > > On Thursday 03 November 2005 23:08, Florian Diesch wrote:
> > > > linux-image-386, welches aber normalerweise schon bei der Installation 
> > > > vorhanden sein sollte (Ausser bei amd64, ppc Systemen).
> > > 
> > > linux-image-386 ist hier einfach nmur ein Paket, von dem ich weiss, dass es
> > > in C geschreiben ist und wenig sonstige Abhängigkeiten hat, so dass ich
> > > davon ausgehen kann, dass in den Build-Dependencies eine funktionierende
> > > C-Umgebung aber nicht viel mehr enthalten ist.
> > 
> > Nein. Linux-image-386 ist ein Kernel, welches man braucht, damit der
> > Computer auch Booted. Einen C compiler zum Booten braucht es (Gott Sei
> > Dank) noch nicht.
> 
> Der Linux-Kernel ist (im wesentlichen) in C geschrieben. Um ihn zu
> kompilieren, braucht man daher eine funktionierende C-Umgebung. Die
> Build-Dependencies geben an, welche Pakete man braucht, um ein Paket zu
> kompilieren. Daher enthalten die Build-Dependencies des Linux-Kernels eine
> funktionierende C-Umgebung. Wenn ich also eine funktionierende C-Umgebung
> haben will, kann ich die bekommen, indem ich die Build-Dependencies des
> Linux-Kernels installiere. Ein Linux-Kernel ist z.B. in dem Paket
> linux-image-386 enthalten. Ich kann also eine funktionierende C-Umgebung
> installieren, indem ich die Build-Dependencies von linux-image-386
> installiere.

Gut...einfacher geht es natuerlich mit apt-get build-dep.
Aber genau das braucht der normale Anwender nicht. Wenn er es braucht,
kann er a) in die div. Supportchannel gehen, oder b) das wiki
durchsuchen oder c) google nuzten.

Und trotzdem hast Du dann immer noch nicht die richtigen C Compiler
installiert. 


> > > > Da der unbedarfte User aber ein Subset von "bedarften" User ist, darf 
> > > > "bedarfter" User etwas mehr Arbeiten als der "unbedarfte" User.
> > > 
> > > IMHO ist es generell unerwünscht, wenn der Anwender unnötige Arbeit mit
> > > seinem System hat.
> > 
> > Richtig. 90% Desktop User gegen 10% Developer. Wo liegt der Schwerpunkt
> > im Installations Usecase.
> 
> Und warum ist das ein Argument gegen ein Meta-Paket für eine funktionierende
> C-Umgebung, das als eben das dokumentiert ist?

Weil apt-get install build-essential genau das funktionierende C-Meta
Package ist. 

Dennoch kannst Du damit zum Linux Debian Kernel Image kompilieren nichts
anfangen, da du fuer sowas etwas mehr brauchst als nur einen C compiler
und einen Linker. Im speziellen brauchst Du den richtigen C compiler
fuer den Kernel und die richtige Toolchain und ein paar nette
dpkg-development tools und und und. 


> > Aber falls dir die Installation nicht gefaellt, kannst Du immer noch die
> > Installs seeds von Ubuntu aendern, und dir eine neue CD brennen. Wie das
> > geht ist auf dem Wiki von Ubuntu recht gut beschrieben.
> 
> Und dabei entsteht dann ein neues Metapaket? Glaube ich nicht.

Nein...das Metapaket existier ja schon. Aber du kannst dir eine CD
bauen, die deine C compiler Toolchains alle drauf hat. 

Regards,

\sh