Repository mit VMware debs fuer Dapper?
Alexander Skwar
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Mit Jul 12 07:11:00 BST 2006
· Keywan Najafi Tonekaboni <lists at prometoys.net>:
> Hallo,
>
> Am Dienstag, den 11.07.2006, 21:11 +0200 schrieb Alexander Skwar:
>> Und was spräche dagegen, das Debian ein ähnliches Verfahren
>> wählt? Das also schlimmstenfalls der User die Datei an einen
>> definierten Platz stellt und das Debian Paket die Datei dann
>> von dort verwendet?
>
> Warum sollte Ubuntu oder gar Debian (was aus 100% freier Software
> besteht) seine Prinzipien aufgeben und verbiegen, damit es den
> Anforderungen einer Firma gerecht wird, welchem die Grundlagen freier
> Software egal sind und ein ganz anderen (aus meiner Sicht schädlichen)
> Ansatz vertritt.
Es geht nicht darum, irgendwelche Prinzipien aufzugeben, sondern
darum, es den Usern einfach zu machen. Ist nicht auch das ein Ziel
von Ubuntu? Gute "Usability"? Einfache Bedienbarkeit? Und mit einem
gut gemachten Paket könnte auch hier erreicht werden, das sich
VMware gut in das System integriert; das also auch weiterhin alles
aus einem Guß ist.
> Ich will hier auf keinen Fall eine Diskussion um den Sinn oder Unsinn
> freier und proprietärer Software vom Zaun reißen. Aber auf der
> Mailingliste einer Distribution, die sich diesen Ansatz weitesgehend auf
> die eigene Fahne geschrieben hat kann doch zumindest verlangt werden,
> dass dieser respektiert wird.
Natürlich respektiere ich das. Aber genauso natürlich darf das ja
wohl kritisiert werden oder zumindest als nicht unbedingt toll
angesehen werden, oder etwa nicht?
>
>> > VMWare ist und bleibt nunmal "third party software". Was spricht
>> > dagegen, es so zu installieren, wie der Hersteller es vorgesehen hat?
>>
>> Warum wird das bei anderer Software, z.B. Thunderbird, bei Ubuntu
>> nicht auch so gemacht?
>>
>
> Thunderbird ist freie Software und es ist somit ein "leichtes" diese in
> Ubuntu zu integrieren. Wenn VMWare seine Produkte ebenfalls als Open
> Source freigibt, wird sicherlich ein Maintainer im Ubuntu-Team finden.
> Bis dahin solltest Du dich bei VMWare beschweren, warum Du als Kunde
> nicht VMWare leichter installieren kannst.
Warum? Warum soll ich mich nicht beim Hersteller der Distribution
darüber beschweren, das der Hersteller es seinen Kunden schwerer
macht, als unbedingt nötig? Und bevor gefragt wird, wieviel ich
dann an Canonical gezahlt habe: Den gleichen Betrag, den ich auch
an VMware bezahlt habe.
> Es liegt nämlich in deren
> Verantwortung, dass sie anscheinend keine .deb oder repositories oder
> was auch immer anbieten.
Naja, sie bieten aber auch kein Gentoo Paket an und trotzdem gibt's
ein Gentoo Paket. Überhaupt bietet fast niemand Debian Pakete an
und "trotzdem" gibt's für sehr vieles Debian (und Ubuntu) Pakete.
Grund: Irgendwer baut ein Paket.
Es liegt zum Teil auch in der Verantwortung von Canonical, das
kein Paket für Ubuntu angeboten wird.
Alexander Skwar
--
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