RAW-Konverter für Linux (war: Re: Treiber für "WinTV-NOVA-T (PCI)")

Albin Blaschka albin.blaschka at sbg.ac.at
Mit Mar 22 12:41:52 GMT 2006


Andreas Borutta schrieb:
> mailing_lists at gmx.net schrieb:
> 
>> <snip>
>>> Unter anderem fällt mir der RAW-Konverter inklusive
>>> Kamerafernsteuerung von Olympus ein.
>> <snip>
>> Probier doch mal gimp-ufraw aus universe.
> 
> Gerade habe ich ein vernichtendes Urteile im Olympusforum gelesen.
> 
> |  Die Verarbeitung von Raw-Daten unter Linux funktioniert nicht
> |  wirklich befriedigend. Die div. Konverter sind quälend langsam und
> |  ergeben nur magere Qualität. Außerdem bringt Dir Raw nur etwas,
> |  wenn Du anschließend das Bild in einer 16 Bit-tauglichen Software
> |  verarbeitest. Da gibts nur Cinepaint und auch das ist grässlich
> |  langsam und unkomfortabel.
> |  
> |  Es mag nun brutal klingen, aber m.E. führt bei der
> |  Raw-Verarbeitung kein Weg an Photoshop mit Camera Raw (und somit an
> |  Windows oder Macintosh) vorbei. Als Linux-Anhänger hat es auch
> |  Monate gedauert, bis ich mir diesen Sachverhalt eingestanden habe!
> [http://oly-e.de/forum/e.software/4464.htm]
> 
> Das klingt doch sehr nach:
> An RAW auf Linux braucht wohl mittelfristig nicht dran zu denken. 
> 
> Andreas

Hallo,

das kann ich absolut *nicht* bestätigen! Gerade das RAW-Plugin vom
Photoshop ist auch nicht das gelbe vom Ei (frag' mal einen
professionellen Werbefotografen). Ich arbeite berufsbedingt öfters mit
RAW-Bildern (Olympus E1 Digitale Spiegelreflex - Dokumentation von
Versuchen, Öffentlichkeitsarbeit) und produziere auch Publikationen
damit und zwar mit dcraw, Krita (kann Farbmanagement und auch CMYK, was
Gimp nicht kann) und Scribus. Der einzige Pferdefuß für mich ist, dass
bei dcraw die EXIF-Daten flöten gehen, die Farbechteit (Farbmanagement,
Profile) und Qualität bleiben bei den genannten Programmen erhalten.

Die Ergebnisse, die ich aus der Druckerei erhalten habe, waren mehr als
zufriedenstellend ;-) von mager keine Spur. Im Gegenteil, ich habe sogar
gelesen, daß dcraw die Mutter vieler RAW-Converter ist...(ich glaub
letztes oder vorletztes Linux-Magazin...)

dcraw läuft halt auf der Konsole, was aber gut ist, denn  100 oder mehr
Bilder einzeln importieren ist eher "zäh" ;-), in Kombination mit
convert /mogrify (imagemagick) läßt sich alles machen, was das Herz
begehrt und das Tempo war für mich im Vergleich zu RAW-Convertern unter
Windows auf jeden Fall zufriedenstellend, ich habe allerdings keine
genauen Messungen vorgenommen. Das mit den EXIF-Daten läßt sich umgehen,
in dem man die EXIF-Daten von der RAW-Datei vorher ausliest, konvertiert
 und dann wieder einschreibt...

Für mich ist Krita (ich arbeite unter KDE) die Ablösung von Gimp - es
hat die Features, die in diesem Zusammenhang notwendig sind und Gimp
seit Jahren nicht schafft zu integrienen, vor allem Farbmanagement,
Verwaltung mit Profilen (.icc-Dateien)

vG,
Albin

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| Albin Blaschka, Mag. rer.nat
| Fachbereich für Organismische Biologie, Universität Salzburg
| Hellbrunnerstr. 34, A - 5020 Salzburg, Österreich
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| It's hard to live in the mountains, hard, but not hopeless!
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