off topic: ideen fuer einen neuen Desktop

Lutz Mueller lutz at muellerrs.de
Mit Nov 1 19:52:27 GMT 2006


Patrick Cornelißen schrieb:
> Lutz Mueller schrieb:
> 
>> ich habe ein paar Ideen für einen "neuen Desktop" ausgearbeitet, die 
>> die usability meiner Meinung nach erheblich verbessern könnten.
>>
>> http://wkm.kunst.uni-wuppertal.de/wiki/index.php/Einf%C3%BChrung
>>
>> was haltet Ihr davon? Wäre schön wenn ich dazu etwas Feedback erhalten 
>> könnte, bevor ich Anfang es in Englisch zu übersetzten.
> 
> Vom Prinzip her nett gedacht, aber teilweise falsch. Das
> Erstellungsdatum z.B. geht i.d.R. nicht verloren sondern wird nicht
> angezeigt. Aktuelle Dateisysteme verwalten den Zeitpunkt der Erstellung,
> der letzten Änderung und des letzten lesenden Zugriffs.

Ich weiss, "moderne" OS tun dass, für 1971 (ca. entwicklung von unix) 
war das auch weit gedacht, aber die daten bringen heute nicht mehr viel 
und reichen auch nicht. z.b. mein lebenslauf wurde erstmals vor - das 
wollt ihr gar nicht wissen - jahren erstellt. danach ständig verändert. 
ich nutze zwar latex mit emacs und RCS, aber das ist umständlich und auf 
latex hab ich allmählich auch keinen bock mehr. aber das ist in etwa 
dass was man braucht, und möglichst so, dass es für alle Daten, wie Text 
und Adressdatenbank, gleich funktioniert.

Siehe auch wikipedia als beispiel für eine art Groupware. funktioniert 
im prinizip nur so gut wg. der genauen Versionierung.

> 
> Die angesprochenen Metadaten werden implizit über die Desktop
> Suchmaschinen erzeugt, da diese viele Formate lesen können und dadurch
> dann mehr oder minder gut automatisch Metainformationen bereitstellen
> oder einfach eine Volltext Suche ermöglichen.

Die wichtigen metadaten tauchen im text meist gar nicht auf, da man sich 
  ja in einem gewissen kontext unterhält, den sender und empfänger kennen.
dieser wird im text oft nicht erwähnt, wäre aber genau das was wir zur 
suche brauchen.
Nimm zum Beispiel Briefe im Elternrat einer Schule an andere Eltern. Da 
wird wahrscheinlich weder die schule noch das Kind oder die Klasse erwähnt.

> Die Aufgabe besteht also eigentlich darin die verschiednen Dateiformate
> aufzubohren, um erweiterte Metadaten darin unterzubringen. Z.B. die aus
> Blogs, YouTube etc. bekannten Tags, die eine mehrfach Kategorisierung
> herbeiführen und so das "Ordner-Problem" mit der gering-dimensionalen
> Hierarchie lösen.

In etwa, aber

1. meine Idee ist es eben die daten nicht direkt in die Datei zu packen.
2. tags sind willkürliche und spontane Gedanken, mir schwebt schon eine 
gewisse Ordnung vor. Ähnliche Assoziationen sollten nicht in 
verschiedenen Kategorien wandern.

> 
> Ich denke dein Text ist eine nette Diskussionsgrundlage, wobei das Thema
> auch schon an anderen Stellen aufgegriffen wurde und immer wieder mal
> kurz in den Fokus gerät.

Danke :-)

Schon, wollte ich auch gar nicht behaupten. Meist kommen dann aber so 
"abstrakte" Dinge wie mind maps etc.
Das ist mir ein bisschen zu oversized, ich will nur meine Daten gut 
sortieren und einen möglichst einfachen Zugriff darauf haben.

Ich halte meinen Ansatz für relativ pragmatisch. Er stülpt uns nicht ein 
völlig neues Denkschema auf und sollte auch mit rel. kleinen Änderungen 
am System umsetzbar sein.

Storage kannte ich leider bisher nicht, werde es mir gleich mal genauer 
ansehen.


> 
> Ich denke es lohnt sich schon das ganze auf englisch online zu stellen,
> um damit auch ein Zeichen zu setzen, daß es langsam mal Zeit für einen
> Wandel gibt.
> 
> Das für Vista angedachte WinFS oder wie die das nennen wollten ist
> übrigens der MS Versuch das "Ordner Problem" zu lösen.

So wie ich es verstanden habe, wollte Billy das gesamte Dateisystem in 
eine DB packen. Da frag ich mich warum?

Ausserdem denke ich nicht dass eine DB für ein Dateisystem die richtige 
Lösung ist. Wenn dann muss es eine OO-DB sein. Ansonsten verliert eine 
Datei ja alle relationen wenn man sie kopiert. Apropos, wie stellt man 
sich dass auf einer CD vor?