System für Edubuntu Terminal-Server
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Mit Nov 15 04:22:31 GMT 2006
Am Wed, 15. November 2006 02:44 schrieb Bernd Schwendele:
> Wow, das ist starker Tobak ;)
War mal drastisch auf den Punkt gebracht was ich mir immer wieder anhören
darf.
> Andererseits, ist es nicht schon dilettantisch, jemandem GNU/Linux als
> Server-OS zu empfehlen *scnr & duck*.
Kommt zum einen etwas darauf an als was man eine Server Distribution
bezeichnet.
Für die einen ist ein Linux from Scratch (LFS) die Ultimative Lösung für eine
Server Distribution.
Allerdings dort wo die Unternehmensleitung mitbekommt das die IT monatelang
daran rumbastelt ihre Lieblingsserverkonfiguration auf Basis von LFS auf die
Beine zu stellen wenn bereits Distributionen wie RH Enterprise Server,
Univention Groupware / Communication Server mit allen nötigen Services fix
und fertig konfiguriert aus der Box daher kommen und es für das Geld noch
einen guten Support gibt wird man sich als IT'ler schnell nach einem neuen
Job umsehen müssen.
Ist ein bisschen wie die die für ihr Kotelett einen Schuppen hinter dem Haus
aufbauen und dort ihre Swinigels selber hochpeppeln und verwursten um daraus
nach drei Monaten Koteletts zu schnitzen und dagegen diejenigen die zum
Fleischer ihres Vertrauens gehen und dort ein fertiges Kotelett aus
Ökologischer Aufzucht kaufen und es dann nur noch zu Hause in die Pfanne
werfen. Die Unterschiede an Zeit und Aufwand sind hier vergleichbar zu denen
in der IT.
Das Beispiel Kotelett triff noch in einer anderen Analogie zu. So wie in der
IT nimmt man gerne ein gut abgehangenes Stück weil man weiß damit besser klar
zu kommen.
> Nein, Spaß beiseite - jetzt muss ich doch einfach mal ganz dumm fragen, was
> an "Bleeding Edge" Anwendungen, die nach längerer Eigenrecherche stabil
> laufen, so schlimm ist?
Zu Hause ist es so gut wie egal, aber da wo es Kosten verursacht oder
zusätzliche knapp bemessene Zeit kostet schon.
Übrigens ist dies einer der Gründe warum Unternehmen wie auch Schulen gerne zu
Distributionen greifen die auch Geld Kosten. Die paar EUR die ein
OpenSchoolServer oder eine Unternehmens Server Distribution mit Geld kostet
sind verschwindend gering gegen den Aufwand eine unkonfigurierte Distribution
wie ein Debian einzusetzen.
> Das "stable" Anwendungen abschmieren, das haben mir auch schon
> Ubuntu, Debian, SuSE, OS X und zuletzt Windows perfekt demonstriert.
> Das soll kein Troll-Versuch oder soetwas in der Art sein, ich verstehe
> das wirklich nicht ganz, zumal ich "stable" als solches erfahren habe,
> dass eine Anwendung mit genau der Version und mit genau diesen Patches
> von einer Distribution mit genau der "Welt" und genau dem Kernel der
> Distribution zusammen arbeiten soll, ohne großartig Sicherheitslücken
> aufzuweisen oder Abstürze zu verursachen. Wenn ich das alles also
> richtig verstanden habe, dann muss ich leider mitteilen, dass ich auf
> "stable" verzichten kann, denn in meinem Gang steht ein Fileserver mit
> Debian Sarge, dessen Samba Version ums verrecken nicht mit OS X Tiger
> zusammen arbeitet. Jene Samba-Version, die auch bei Ubuntu Breezy
> enthalten ist. Neuere Versionen funktionieren.
Der große Unterschied ist das Geld oder besser die (möglichen) Kosten die
Verursacht werden (können).
- Zu Hause ist es mit ein Wenig Zeitaufwand selber zu beheben wenn man
entdeckt das clamav einen Bug hat der bei Ubuntu lange nicht gefixt wird weil
es in Universe liegt und daher keine security Updates bereit gestellt werden.
Oder wenn es darum geht einen nicht vorgesehenen Dienst wie dansguard ein zu
richten.
- In Umgebungen wo Zeit Geld kostet und knapp bemessen ist sieht das schon
ganz anders aus. Oft hat man als Administrator in klein und mittelständischen
Unternehmen (KMU) oder als IT Verantwortlicher Lehrer an einer Schule nicht
die Zeit um sich immer auf dem laufenden zu halten was an bugs oder wie im
Beispiel clamav an security holes aufgetaucht sind. Dazu hat man ein
Paketsystem mit dem der Distributor dem Unternehmen / dem Lehrer diese
Arbeit abnimmt. Von den Kosten die verursacht werden falls wirklich einmal
ein Intruder das Firmen/Schul-Netz aufrollt nicht zu reden.
Was die Knappheit an Zeit angeht gilt dies auch in Schulen (frag mal einen
Lehrer der sich um die IT kümmert wieviel zeit ihm dafür zugestanden wird,
dir werden die Haare zu Berge steigen.) oder einem JUZ. Und oft ist im
Bildungsbereich auch nicht immer das umfangreiche Know How vorhanden um sich
um Security oder Bugs selber kümmern zu können. Das sind oft ambitionierte
Anwender aber nicht unbedingt Netzwerk Profis.
regards,
thomas