X-Server per xorg.conf per VNC freigeben

Janne Hyötylä janne.hyotyla at gmx.net
Don Mai 10 23:36:24 BST 2007


On Thu, 10 May 2007 23:25:23 +0200, Johannes Kastl <ojkastl at gmx.de> wrote:

> Am 10.05.2007 10:55 schrieb Martin Schmitz:
>
>> Bei Ubuntu geht's mit: Menu -> System -> Einstellunen -> Entfernter
>> Desktop. Der Unterschied zu SuSE ist, daß hier Vino zum Einsatz kommt,
>> nicht VNC. (Ist aber das selbe Protokoll, läßt sich also mit vncviewer
>> benutzen.)
>
> Werd ich mir mal ansehen. Das gibt dann den X-Server frei, egal was da
> gerade läuft? Direkt nach dem Booten, ohne Benutzereingriff?
>

Hi,

Nein, vino klont nur den aktuellen Bildschirminhalt übers Netzwerk zu  
einem VNC-Client. Hat also AFAIK nichts mit X11 zu tun. Somit funktioniert  
es auch nur, wenn man bereits auf dem Remote-PC lokal eingeloggt ist. Dann  
kann man sich per VNC verbinden. Jede Aktion, die man über VNC durchführt,  
ist auch direkt am lokalen (physikalischen; falls es einen gibt)  
Bildschirm des Vino-Servers sichtbar.

Für den Zugriff auf den Remote-Xclient (oder Xserver? wüsste gerade nicht,  
wie da die Abhängigkeiten in diesem Fall sind), um neue Xsessions zu  
starten (also neuer Login) oder bereits gestartete weiter zu verwenden  
braucht man wohl andere Programme. Leider hab ich bisher keine einfache  
Anleitung gefunden.

Einige Erklärungen sind im Wiki von http://www.ubuntuusers.de sowie  
http://wiki.ubuntu.com und im Forum von http://www.ubuntuforums.org zu  
finden, wenn man z.B. nach VNC oder XDMCP sucht. Ein mögliches Programm  
könnte vnc4server sein (wenn du das unter Edgy oder Feisty verwenden  
willst, dann unbedingt diesen Bug und den Workaround beachten:  
<https://bugs.launchpad.net/bugs/78282>).

Aber wie gesagt, konnte bisher noch keine einfache und schlüssige  
Anleitung finden, die auch die Sicherheit beachtet (Verschlüsselung usw.).  
Abgesehen jetzt vom LTSP, welches für mich zumindest überdimensioniert ist  
(und evtl. gar nur für eine Thin-Client-Infrastruktur sinnvoll?). Wenn  
also jemand mehr weiss, wäre ich ebenfalls an dieser Thematik interessiert.

Abseits von all dem was ich jetzt geschrieben habe: Wenn ich deinen  
ursprünglichen Link ansehe  
(<http://www.linux-club.de/faq/VNC-Server%2C_viele_Wege_führen_nach_Rom#Methode_7>),  
sieht das für mich genau nach dem aus, was vino macht. Also einen bereits  
laufenden Desktop klonen. Für die erweiterte Möglichkeit käme eher Methode  
3 oder 4 in Frage, wobei das auch noch limitiert ist, in dem der  
VNC-Server direkt den Desktop desjenigen Users zeigt, der den Server  
gestartet hat.

Gruss
Janne