Wiederherstellungspunkte unter Linux, Fragen zu Updates

Sven sven.2008 at gmx.de
Son Jul 13 12:36:08 BST 2008


Am Montag, den 23.06.2008, 22:04 +0200 schrieb Frank Becker:
> Hallo zusammen,
> 
> ich habe hier Kubuntu Gutsy im Einsatz und habe vor ein paar Tagen auf 
> anraten von Aptitude Updates eingespielt - also erst die Paketlisten 
> geholt und dann <Shift>+<U> gedrückt um die zu updatenden Pakete zu 
> markieren. Update durchgeführt und alles schien soweit ok. Es wurden der 
> Kernel und etliche KDE-Pakete (3.5.8) aktualisiert.
> 
> Nun stellte ich fest, dass einige Dinge nicht funktionierten 
> (Ruhezustand ging nicht mehr, Rechner schaltet sich nach dem 
> Runterfahren nicht automatisch aus, KPDF druckt nichts mehr auf meinem 
> Laserdrucker usw).

Nur ein update, oder meinst du ein Dist-Upgrade (gutsy auf feisty oder
hardy)?

Solche Erlebnisse hatte ich bei einem Update mit ubuntu (das ohne k)
noch nie!

> Da ich weder Zeit noch Lust dazu habe an drei Rechnern diese Probleme 
> einzeln zu beheben, habe ich kurzerhand Images, die ich mit dd mache, 
> zurückgespielt. Jetzt geht alles wieder.
> 
> Jetzt meine Frage:
> Das Anfertigen und evtl. Zurückspielen ist einigermassen aufwändig. 
> Knoppix booten, Image mit dd anfertigen, Rechner ist drei Stunden nicht 
> benutzbar. Gibt es Möglichkeiten, dieses Sichern zu vereinfachen und zu 
> automatisieren?

dd kopiert ja die komplette Partition, auch die leeren Bereiche. Wenn du
nur die Inhalte kopierst reicht das auch, geht etwas schneller.
Beispiel das ich oft verwende:
# Erst Partitionen mounten,
# gegebenenfalls das Ziel vorher partitionieren und formatieren.
# Dann Daten kopieren
cd /mnt/source && tar -cpf - . --numeric-owner |(cd /mnt/target/ && tar
-xpf -)

> Unter Windows XP gibt es Wiederherstellungspunkte. Das läuft so ab, dass 
> der Benutzer einen Wiederherstellungspunkt anlegt, dann Updates 
> einspielen und Programme installieren kann. Wenn etwas schiefläuft, kann 
> man ohne großes Federlesen wieder zu einem definierten Punkt 
> zurückkehren. Das ganze geht sehr schnell.

Sowas gibts unter Ubuntu meines Wissens nach nicht.

> Jetzt gibt es ja die Möglichkeit mit dpkg --get-selections usw. die 
> Paketlisten zu sichern. Damit bekomme ich das Konzept aber so nicht hin, 
> da ja wohl immer die aktuellen Versionen aus den Repos gezogen werden.
> Also: Aktueller Stand $Programm 1.2.3 - keine Probleme. Aptitude updatet 
> auf $Programm 1.2.4. Damit gibt es Probleme. Wie kann ich dann wieder 
> auf $Programm 1.2.3 zurückgreifen?

Für einzelne Programme kann man das machen mit Pinning oder dem "Version
Einfrieren" und synaptic. Wie gesagt, für einzelne Pakete okay.

> Ich hoffe ich habe mich verständlich ausgedrückt, so dass ich Hinweise 
> bekomme.

Backups anzulegen ist natürlich schonmal eine gute Sache.

Das Ziel muss aber eigentlich sein mit den Updates klarzukommen.
Du willst nicht auf Dauer auf irgendwelchen Versionen einiger Pakete
sitzen bleiben. Das geht auf Dauer nicht gut, führt zu Update und
Upgrade-Problemen sowie Sicherheitsproblemen.

Ich bin selbst seit ubuntu 4.10 dabei, hatte eigentlich wenig Probleme
mit den Updates und Upgrades. Abgesehen von feisty->hardy, da habe ich
kein Upgrade hinbekommen und musste neu installieren und bin auch etwas
enttäuscht deswegen.

ciao, Sven