[LVM] pvcreate sieht Partition nicht

Stefan Klein saubaer at gmx.net
Don Jun 5 21:15:30 BST 2008


Hallo zusammen,

ich war ein paar Tage nicht zuhause daher melde ich mich nun erst wieder.

Auch wenn das Thema fast durch ist, hierzu muss ich doch noch was schreiben:


> > Du kannst natürlich viele Partitionen anlegen und darüber eine vg legen 
> > und da dann ein oder noch 1000 lv deiner Wahl reinpacken. Das macht es 
> > nur nicht flexibler oder sicherer.

Eher im Gegenteil. (s.u.)

> > Wie hast du denn das aktuell überhaupt gemacht?
> > Für jede Partition eine vg und darein eine lv?
> 
> Ja.

Für was?

Wenn du die LVs verändern willst fängst du ja wieder an Daten mit pvmove hin und her zu schaufeln (und pvmove ist sau langsamm) und Partitionen umzuhängen.
Ausserdem ist bei den nötigen Schritten:
1. Dateisystem verkleinern
2. LV verkleinern
3. PV frei machen (pvmove)
4. PV aus der VG auslösen
5. PV in die neue VG aufnehmen
6. LV vergrößern
7. Dateisystem vergrößern

alleine durch die Anzahl der nötigen Schritte schon die Gefahr ein Fehler zu machen deutlich höher als hättest du nur eine VG in der alle LV liegen. Dort müsstest du einzig, freier platz in der VG vorrausgesetzt, mit lvextend das LV vergrößern und anschliessend das Dateisystem vergrößern (je nach Dateisystem geht das im laufenden Betrieb)

Ich denke mehrere VGs ergeben erst dann Sinn wenn man mehrere Raids hat, mal ein zusammen gesponnenes Beispiel:

3 Festplatten, 80GB, 200GB und 250GB, man könnte nun die die 200 GB Platte in eine 80 und eine 120 GB partition aufteilen, und die 250 GB Platte in eine 120GB und eine 130 GB, nun könnte man aus der 80GB Platte und der 80 GB Partition einen Spiegel erstellen, und aus den 120GB Partitionen einen Spiegel erstellen.

Festplatten:
+--------+
|  80GB  |
+--------+

+--------+------------+
|  80GB  |    120GB   |
+--------+------------+

         +------------+-------------+
         |    120GB   |    130GB    |
         +------------+-------------+

Daraus resultierende Raids:

+--------+------------+-------------+
|1. Raid |  2. Raid   |    NonRaid  |
+--------+------------+-------------+

Nun könnte man die Raids in einer VG zusammenfassen:

+--------+------------+-------------+
|      vgRaid         |  vgNonRaid  |
+--------+------------+-------------+

nun sieht man an den Devices (/dev/vgRaid/* bzw. /dev/vgNonRaid/*) der LVs direkt ob das LV auf dem Raid liegt oder nicht.

Das Blöde am Linux Software Raid ist das man keine Platten spiegeln und dann den Spiegel partitiionieren kann, sondern nur Partitionsweise spiegeln kann, würde man also /home, /var/, /usr ... fein säuberlich trennen wollen würde man sich einen Wolf konfigurieren. Wenn man dann merkt das man sich verschätzt hat darf man die Raids wieder auftrennen, neu partitionieren, die Raids wieder erstellen und dann die sonnstwo gespeicherten Daten wieder zurück spielen.
Spiegelt man aber komplette Platten und legt dann VGs darüber und LVs rein hat man den ganzen Ärger nicht mehr, dort wird LVM dann richtig stark. Bei ner einzelnen Festplatte kann man sich ja auch ohne LVM mit parted etc. behelfen um die Partitionsgrenzen zu verschieben.

... nun stelle man sich das mal auf einem Server mit mehreren internen und externen Raids vor auf dem mehrere Shares/Postfächer/... liegen die ständig wachsen.

Ich hoffe dir läuft nun kein Blut aus dem Ohr :o)

Grüße,
Stefan
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