Probleme mit grafischer Darstellung (ubuntu 8.04)

Rainer spots4as at gmx.de
Mon Nov 17 00:08:18 GMT 2008


Hallo Christoph,

Christoph Bier schrieb:
> Hallo,
> 
> da noch niemand geantwortet hat, will ich das mal tun.
> 
> Rainer schrieb am 14.11.2008 21:46:
> 
>> Hallo zusammen.
>>
>> mittlerweile arbeite ich mich schon an der 3. oder 4. Ubuntu-Generation
>> ab, um mit älterer Hardware eine vernünftige grafische Darstellung
>> hinzubekommen. Bisher leider vergeblich. Vielleicht kennt Ihr einen Weg.
>>
>> Ausgangspunkt ist die Konfiguration, wie sie auf einem System unter
>> Windows 2000 einwandfrei läuft (FSC Scenic, PIII 933, Grafikkarte nvidia
>> TNT2 Model 64, 512MB SDRAM, Monitor Peacock 15" TFT mit
>> zwischengeschaltetem KVM-Switch, Auflösung 800x600 bei 70Hz). Nach
>> allem, was ich bei Ubuntu bisher beobachten konnte, wird die gewünschte
>> Auflösung wohl illusorisch sein, weil verschiedene Programme bzw. Pakete
>> schon nicht mehr mitspielen und deshalb Abstürze verursachen.
> 
> Kannst Du das konkretisieren (außer weiter unten bei Tuxpaint)?

Schwierig. Bei Evolution passiert es auf jeden Fall - daran erinnere ich
mich noch. Im Rahmen wochenlanger Versuche (sowohl im Herbst 2007, als
auch jetzt im Oktober) habe ich allerdings soviel ausprobiert, dass ich
nicht mehr konkret sagen kann, welche Programme nicht mehr nutzbar
waren. Nvidia-Settings gehörte jedenfalls auch dazu.

Zur aktuellen Vorgeschichte: Nach Installation der Vers. 8.04 lieferte
der geladene Standardtreiber erwartungsgemäß eine fehlerhafte
Darstellung am Monitor (kannte ich schon von vorherigen Versionen). Also
gleich den proprietären Treiber geladen und alles war gut - dachte ich
wenigstens: Nach diversen Feineinstellungen des Systems und
entsprechenden Neustarts wurde mein Monitor falsch erkannt, die
möglichen Auflösungen reduziert, die Bildwiederholungsrate
eingeschränkt, etc. Korrekturversuche mittels nvidia-settings halfen
vorübergehend, aber schlimm und für mich nicht reparabel wurde es nach
Download und Installation von Software, um mit der ZDF-Mediathek umzugehen.

So, wie auf der vlc-Website beschrieben, habe ich über Synaptic vlc
inkl. aller dazugehörigen Dateien, zusätzlich das vlc-plugin esd sowie
den Adobe Flash-Player downgeloadet und installiert und mit den
entsprechenden Befehlen die Datei libdvdcss2 von Medibuntu. Danach war
Schluss mit lustig: Abgesehen davon, dass ein Film ohne Ton übermittelt
wurde und dem System auch kein einziger zu entlocken war, sind mir
sämtliche graphischen Darstellungen zerschossen worden: sehr niedrige
Auflösung, nvidia-settigs nicht mehr bedienbar, später Terminal-Fenster
ohne Rand und ohne Möglichkeiten, noch Text einzugeben, etc. Die Folge:
Neuinstallation von Ubuntu. Danach das ganze Prozedere noch einmal sehr
konzentriert, damit jede Form von Anwendungsfehlern ausgeschlossen
bleibt: Dasselbe Ergebnis.
> 
>> Mir durch
>> verschiedenste Einzeleinstellungen größere Darstellungen auf den
>> Bildschirm zu zaubern, hat aber Grenzen: Dabei werden zuviele
>> Proportionen verhunzt.
> 
> Auch hier sei die Bitte um Konkretisierung erlaubt. Welche
> »verschiedenste Einzeleinstellungen«? Welche Proportionen? Das
> Seitenverhältnis muss natürlich stimmen.
> 
Mit Proportionen sind hier die Verhältnisse im Layout gemeint. Wenn ich
in den Systemeinstellungen feinjustiere und z.B. größere Schriften
wähle, verändern sich Layouteinstellungen nicht automatisch mit.
Beispiel Firefox: Die Websites beziehen Vorgaben für ihre Darstellung
offenbar aus verschiedenen Quellen. Wenn ich also an den
System-Schriftarten herumschraube, werden sie auf einigen Websites
teilweise aus diesen Einstellungen bezogen, teilweise aber aus dem
Firefox selbst (vielleicht gibt es ja noch andere). Eine Stufe konkreter
am Beispiel eBucht. Mit NoSquint und Schrifteinstellungen habe ich jetzt
eine für mich einigermaßen akzeptable Darstellung hinbekommen, aber bei
Eingabe eines Begriffes in die Suche-Zeile wird auf die
Systemeinstellung zurückgegriffen. Verstelle ich dort zum Beispiel die
Schriftgröße, kommt es zu Disproportionen. Verstelle ich sie nicht, sind
mir u.a. die Schriften im Panel zu klein.

Aber auch hier gilt, was ich oben geschrieben habe: An jedes einzelne
Beispiel erinnere ich mich jetzt nicht. Mir ist nur klar, dass ich bei
Ubuntu nicht ähnlich viele Möglichkeiten zur Feinjustierung habe, wie
bei Win2000, wo praktisch jedes einzelne Element individuell definiert
werden kann.

>> Leider wird mir wohl nichts anderes übrigbleiben,
>> als mich damit abzufinden,
> 
> Womit genau?
> 
Mit dem Status Quo: also damit leben, dass ich entweder eine hohe
Auflösung mit einer für mich zu kleinen Darstellung habe, oder mir durch
  "Stellschrauben" eine passable, aber proportional nicht stimmige
Darstellung zurechtbastle.

>> denn 1024x768 ist für diesen Monitor
>> eigentlich zu hoch (Darstellung viel zu klein und verursacht
>> Augenschmerzen).
> 
> Augenschmerzen verursacht ein nicht in nativer Auflösung betriebener
> TFT. Mein 15-Zoller am Laptop läuft mit 1400x1050, alles darunter
> wäre für mich unzumutbar, weil zu groß. Im Büro auf dem 15-Zoller
> nerven mich schon die 1280xwas-weiß-ich. Ich finde es schon recht
> ungewöhnlich einen 15"-Monitor mit nur 800x600 betreiben zu wollen.
> Unter »vernünftiger grafischer Darstellung« verstehe ich etwas anderes.
> 
Gut, das kann ich nachvollziehen. Aber das ist eine subjektive
Geschichte. 800x600 ist für mich gut, dass ist mir nicht erst seit
Ubuntu klar, sondern schon jahrelang unter Windows. Dort habe ich
ursprünglich mal Einiges mit Auflösungen versucht und festgestellt, dass
sie ideal für mich ist.

>> Mir wäre aber wenigstens etwas geholfen, wenn ich den momentanen Zustand
>> optimieren könnte: Der Rechner, um den es geht - und der an demselben
>> KVM-Switch hängt - ist ein FSC Scenic P4 mit 1,5GHz, einer Grafikkarte
>> Geforce 2 und ebenfalls 512MB SDRAM. In NVIDIA-Settings ist erstens zu
>> finden, dass der Monitor als CRT-Version erkannt wird und eingerichtet
>> ist. Bei Ubuntu 7.10 konnte ich das noch manuell in der xorg.conf
>> ändern, bei 8.04 scheint manuelle Feinjustierung ignoriert zu werden.
> 
> Auch hier wäre eine genauere Beschreibung sinnvoll. Bei mir läuft
> noch 8.04 und ich habe einige Einstellungen in der xorg.conf
> vorgenommen, die alle nicht ignoriert werden.
> 
Also, an ein Detail erinnere ich mich noch. Ich hatte den TFT-Monitor
dort genauso eingetragen, wie ich es unter Ubuntu 7.10 gemacht hatte - mit:

Identifier	"Peacock P15" #TFT

Wurde ignoriert und in nvidia-settings immer noch als Plug'n Play CRT
ausgewiesen.

>> Zweitens erfolgt ein Bootvorgang in einem extrem niedrigen Modus
>> (Auflösung von schätzungsweise 320x240), wenn der Monitor dabei nicht
>> auf den PC geschaltet ist (also auf einen anderen PC oder ganz aus).
>> Ärgerlich, weil ich beim Einschalten des Rechners immer erst warten
>> muss, bis der Bootvorgang abgeschlossen ist.
> 
> Auf was musst Du da warten?
> 
Auf den Abschluss des Bootvorgangs, der geschätzte zwei Minuten dauert.

>> Meine aktuellen Versuche [...]
>>
>> Vielleicht könnt Ihr weiterhelfen?
> 
> Wenn wir mehr darüber wüssten, was Du konkret probiert hast und was
> dabei nicht funktioniert hat, kann Dir hier sicherlich geholfen
> werden. Aber aus Deiner bisherigen Beschreibung lese ich nur heraus,
> dass Du auf einem 15"-TFT gerne 800x600 hättest, woran sich wohl
> zumindest Tuxpaint stört, und Du diesbezüglich nicht mehr weiter
> weißt -- Ansatzpunkte, Tipps oder konkrete Hilfestellungen zu geben
> fehlen allerdings.
> 
Klar, aber die ganze Versuchsreihe hier dokumentieren zu wollen, wäre 
ein hoffnungsloses Unterfangen (zuviele Versuche über einen zu langen
Zeitraum). Meine Wunschvorstellung wäre: Saubere Konfiguration des 
TFT-Monitors und einer Auflösung von 800x600 bei 70Hz (so wie es bei 
Win2000 tadellos läuft). Das scheinen verschiedene Programme aber 
ohnehin so nicht mitzumachen. Deshalb habe ich meinen Anspruch 
heruntergeschraubt und würde gern, dass der TFT-Monitor als solcher 
erkannt bzw. eingebunden wird und dass sich das System beim Booten nicht 
von einem scheinbar nicht vorhandenen Monitor verwirren lässt, damit ich 
währenddessen meine Arbeit nicht unterbrechen muss.

Viele Grüße

Rainer