Festplatte kontrollieren
Florian Gross
florian at grossing.de
Di Dez 15 03:34:31 GMT 2009
Am Mo Dezember 14 2009 glaubte Luise Kunkle zu wissen:
> On Mon, 14 Dec 2009, Florian Gross wrote:
>
> > [SMART- Angaben auslesen]
> >
> >>> $grep -v Temperature sda.log > sda2.log
> >>>
> >>> Dann schau mal nach, was in sda2.log überlebt hat.
> >>>
> >> Ich habe es etwas anders gemacht
> >
> > Ist ja auch ein Linux. Irgendwie gibt es immer mehrere Wege ;-)
> >
> >> (mit dem viewer von mc nach
> >> var/log/messages gegangen und als Suchstring Temperature eingegeben.) Die
> >
> > Ähm, das von mir oben genannte "grep -v Temperature" zeigt alle
> > Zeilen an, die "Temperature" /nicht/ enthalten.
> >
> Verstehe ich nicht. Sollte doch die Zeilen anzeigen, die Temperature
> enthalten, oder?
Ähem, das meinte ich mit nachlesen, was der Befehl macht.
Wie Gerd schon geschrieben hat, zeigt grep -v ZEICHENKETTE
/alle/ Zeilen an, die /nicht/ ZEICHENKETTE enthalten.
Und wäre ich wacher gewesen, hätte ich aus
| $grep sda messages-20091213 > sda.log
| $grep -v Temperature sda.log > sda2.log
gleich
$grep sda messages-20091213 | $grep -v Temperature > sda.log
gemacht. ;-)
Auf deutsch: zeige alle Zeilen der Datei messages-20091213 an, die
die Zeichenkette sda enthalten und zeige aus dieser Ausgabe alle
Zeilen an, die die Zeichenkette Temperature _nicht_ enthalten.
Also zeige alles zu sda an, was nichts mit Temperatur zu tun hat.
> > Wenn die Festplattentemperatur für einen Ausfall verantwortlich ist,
> > ist meist auch das restliche System temperaturmäßig am Ansatz.
ARGH! Ersetze "Ansatz" durch "Anschlag".
> Und das wäre dann in den logs, nehme ich an.
Das sollte man bei einer halbwegs modernen CPU auch so bemerken.
Wenn es im Gehäuse so warm ist, sollte die sich selber deutlich
drosseln um nicht zu überhitzen.
> Hoffe ich mal - denn...
> > Meist... wenn man natürlich 4 Festplatten direkt aufeinander legt und
> > jegliche Kühlung unterbindet, dann sollte man die Temperatur im Auge
> > behalten.
>
> Die Platten habe noch einen extra Kühler.
Mit direkt aufeinander meine ich nicht, sie im Rahmen zu installieren,
sondern die Platten wirklich direkt aufeinander zu stapeln. Sollte man
nicht, aber anders konnte ich die 6 Platten damals nicht in dem
kleinen Gehäuse unterbringen. ;-)
Da lief aber noch ein 80486er mit 66MHz, (oder wars noch ein 386er?)
der hat deutlich weniger Wärme produziert (und die restlichen
Komponenten auch) als heutige Systeme.
Und die Platten liefen mit 5400U/min, mit 7200U/min oder gar
15000U/min würden die wohl nicht lange überleben.
Gesund war alles nicht.
> Deshalb könnten die Platten kühl
> sein obwohl der Rest überhitzt ist. Ich habe hier kein Programm, das dies
> rausfindet - "lm-sensors" sollte nach Auskunft von Aptitude show das
> machen, es klappt aber nicht - bzw. weder xsensors noch der
> Sensorbetrachter für xfce zeigen es an. Kein Wunder, dass der "Experte"
> hardware checks auf Windows gemacht hat :-)
Mit lm-sensors habe ich nicht wirklich was am Hut, aber evtl.
sind deine Daten nicht aktuell (deine Hardware ist da nicht
enthalten) oder deine config paßt nicht.
Kurzes suchen bringt mich z.B. auf
http://de.gentoo-wiki.com/wiki/LM-Sensors
Ist zwar im gentoo- wiki, sollte aber für ubuntu keinen großen
Unterschied machen.
> > Ich hab Festplatten schon so heiß bekommen, daß man sie nicht mehr
> > anfassen konnte (ist schon gut 12 Jahre her), die haben das aber
> > jahrelang mitgemacht.
> >
> Vor 12 Jahren war sicher auch manches noch viel belastbarer, schätze ich
> mal.
Es hat alles deutlich weniger Wärme produziert und die Festplatten
waren auch etwas toleranter.
Mit heutiger Hardware würde ich sowas nicht mehr machen.
> > [smartctl]
> >> When the command that caused the error occurred, the device was active
> >> or idle.
> >>
> >> After command completion occurred, registers were:
> >> ER ST SC SN CL CH DH
> >> -- -- -- -- -- -- --
> >> 84 51 00 b4 49 e9 e8 Error: ICRC, ABRT at LBA = 0x08e949b4 = 149506484
> >
> > Was ICRC und ABRT bedeuten, steht in der Manpage. ;-)
>
> :-o Welcher manpage? Für ICRC und ABRT gibt es (bei mir) keine.
Wenn du smartctl ausführst und wissen willst, was die Ausgabe
dir sagen will, in welcher manpage könnte das stehen? ;-)
Erst mal $man smartctl
Oder gleich $man smartctl | grep ICRC
Das man die Ausgabe von man direkt mit grep behandeln kann, hab ich
gerade eben gelernt. ;-)
> > Bei manchen kam ein solcher Fehler wohl wegen defekter
> > Datenleitung. Die wurde schonmal getauscht?
>
> Nein.
Könnte evtl. Sinn machen. Würde ich mal versuchen.
> > Und sonst: kopiere mal die Ausgabe von smartctl -a /dev/sdb
> > nach http://pastebin.org und laß mir den Link zukommen.
> > Ich frag mal in der opensuse-de nach, ob da jemand was findet.
> >
> http://pastebin.org/64861
Hehe, der Fehler ist wohl zu alt und in dieser Ausgabe nicht mehr
drin. Deine Platte hat gut 7800 Betriebsstunden, der Fehler ist
bei Betriebsstunde 1341 aufgetreten.
> >> Ihr Experten seid in dieser Beziehung berufsblind! ;-\
> >
> > 1. bin ich kein Experte, nicht mal ansatzweise. Ich weiß manchmal
> > nur eher, nach was ich suchen muß ;-)
>
> Hat "mein Experte" auch immer gesagt :-)) Kommt wohl immer auf den
> (Wissens)Standort des Betrachters an :-)
Aussage meines Ausbilders: "Ihr müßt nicht alles wissen, ihr müßt
nur wissen, wo ihr die Informationen findet."
> > 2. sind einige mir bekannte Experten erst zu solchen geworden,
> > nachdem sie böse auf die Nase gefallen sind...
>
> Das gehört sicher dazu!
Richtig. Der eine gibt dann auf, der andere will es dann erst
richtig wissen und lernt dabei.
> > Linux ist eines meiner Hobbies, aber ich hänge selber oft genug.
> >
> > Meine obige Frage sollte kein Angriff auf dich sein. Ich wollte
> > nur darauf hinweisen, daß man Befehle, die einem von Unbekannten
> > genannt werden, nicht einfach ausführen sollte.
> > Mit vielen Programmen kann man gutes tun oder halt auch großen
> > Schaden anrichten.
> >
> Das gilt auch, wenn man docu liest und sie nicht voll versteht -
> besonders, wenn man meint, man hat sie verstanden :-(
Stimmt. Von daher wäre eine richtig alte Möhre ohne X
oder nur mit einem kleinen anspruchslosen Windowsmanager
als Testrechner nicht schlecht. Noch irgendwo ein Image der
Platte lagern und wenn alles schiefgelaufen ist Image wieder
draufbügeln und gut ist.
> >> Als ich vor 10 Jahren zuerst mit Linux angefangen habe, wobei meine
> >> Kenntnisse von MS sich nur auf DOS beschränkten, war die Arroganz der
> >> Linuxer sprichwörtlich, wobei die Debianer den Gipfel ausmachten. Also
> >> wenn mir da auf einer Liste (nicht Debian) jemand als Antwort "man XYZ"
> >> gab, hat das für mich genau so viel bedeutet als würde ich jemandem, der
> >> mit Homöopathie anfängt, sagen: "rep die Symptome".
> >
> > Ooch, die Antworten hab ich auch zur Genüge bekommen.
> > In der Regel hab ich aber Hilfe bekommen, wenn ich was aus der
> > Doku nicht verstanden habe und das dann nachgefragt habe.
> >
> Wenn man gezielt fragen kann, ist man schon recht weit auf dem Weg! Wenn
> man aber, um beim Beispiel zu bleiben, mit dem Ausdruck "man" überhaupt
> nichts anfangen kann... Wenn die Antwort geheißen hätte: gib mal auf der
> Kommandozeile "man XYZ" ein, wäre das schon eine andere Sache.
Mein erstes Linux war eine SuSE 5.3. Die war gekauft und mit
Handbuch. Nachdem ich die erste solche Antwort bekommen habe, hab
ich mal ins Handbuch geschaut und hab die Antwort auch verstanden.
Wenn ich dann noch die manpage verstanden hätte... (die deutschen
Übersetzungen, falls überhaupt vorhanden, konnte man meist in die
Tonne kicken, weil unvollständig oder so übersetzt, als ob man die
durch einen Online- Übersetzer gejagt hätte...)
> Vor 10 Jahren war es ja noch nicht so, dass man fast alles "ergoogeln"
> konnte!
Bei meiner ersten Begegnung mit Linux gab es google noch gar nicht. ;-)
Damals hat war altavista so ziemlich das Brauchbarste.
> > ich hab
> > das nicht mehr getestet. Ich hab schon mit 14 Lebensjahren bei keinem
> > der Händler im Umkreis von 20km nachfragen brauchen.
> >
> Da hattest Du wohl schon Deinen eigenen Computer aus Einzelteilen
> zusammengebaut - so viel, was Nicht-Experte betrifft :-\
Ich hatte keine andere Wahl. Neuware hat damals richtig Geld gekostet,
das ich als Schüler nicht hatte (1MB RAM zu 100DM und so).
Also hab ich gebrauchte Teile von Bekannten vor dem Müll gerettet und
bei mir verbastelt. Ich hatte gar keine andere Wahl.
> >> Nun ja - da hatte ich schon immer - allerdings hier noch nicht gemacht -
> >> rm als "alias rm -i" definiert :-).
> >
> > Das geht solange gut, bis du an einem anderen System sitzt, bei dem
> > das nicht so ist und im Eifer des Gefechtes nicht mehr dran denkst.
> > Zu viele Nachfragen führen gerne dazu, daß man alles abnickt ohne zu
> > lesen.
> >
> Stimmt. Auf Anraten meines Experten mache ich seit Jahren fast alles mit
> dem mc.
Jeder hat so seine Vorlieben. ;-) Ich nehm am liebsten die
command-line. KMail werde ich auch wieder durch mutt ersetzen.
> > "Kannst du mal helfen? Ich hab da ein Problem."
> > "Welches?"
> > "Weiß nicht, da kam eine Meldung."
> > "Welche?"
> > "Keine Ahnung. Da kommen dauernd irgendwelche Meldungen, ich les
> > doch nicht alle..."
> >
> .. und die man liest, behält man nicht, weil sie einem nichts sagen :-(
> Oder man versteht sie falsch, oder...
Meist kann man den Bildschirm kopieren und die Meldung ausdrucken
oder wenigstens ein Foto von der Ausgabe machen.
Mit Fotos konnte mir ein Bekannter schon sagen, warum ich eine
Kernel- Panic bekomme, die in keinem log zu finden war (Kunststück,
der Verursacher war der Festplatten- Controller...)
> Das einzig Vernünftige ist, ein paralleles System auf dem Rechner zu
> haben, das man bei Bedarf einfach wieder zurück kopieren kann. (Natürlich
> sollte es besser nicht gemountet sein :-)
Ja, Testsystem halt. Kann man auch virtuell machen.
> > Ich hab grad so um die 15 terms offen, teilweise als root und
> > per ssh auf 3 Rechner hier im Netz. ;-)
> >
> Aber Experte bist Du natürlich nicht :-o
Nö. Ich hab früher mail, news, chat und vieles mehr auf der
Konsole gemacht. Dank sehr wenig RAM und sehr lahmer CPU hab ich
X nur gestartet, wenn ich Bilder sehen wollte.
Internetseiten hab ich mit lynx oder w3m aufgerufen. Mit Modem
oder ISDN war das die einzige Möglichkeit, Seiten in endlicher
Zeit geladen zu bekommen.
> Abgesehen davon, könnte ich gar nicht Experte genug sein, dass ich nicht
> doch mal versehentlich auf einem root terminal das mache, was root
> eigentlich nicht sollte. Bei mir ist "Warnfarbe" eindeutig angesagt für
> das root-terminal oder sudo als Hürde durchaus angesagt :-)
Ich hab sowas schnell wieder abgewöhnt. Man gewöhnt sich daran,
daß man darauf achtet, ob da
florian:/home/florian #
oder
florian at florian:~>
steht. Ersteres ist root, das zweite ist der normale User.
> >> Deshalb fordere ich jeden heraus, mir zu sagen, wie ich es fertig gebracht
> >> haben könnte, dass mein "beagle" einfach aus den "Anwendungen"
> >> herausgefallen ist und sich auch nicht mehr von der cl aufrufen lässt -
> >> obwohl es nach wie vor als installiert gezeigt wird.
> >
> > Wenn es überhaupt du warst. Kommt eine Fehlermeldung?
> >
> **********
> sem-pa at xubuntu:~$ beagle
> bash: beagle: command not found
> sem-pa at xubuntu:~$
> ***********
>
> Nach der Installation war es ok.
"command not found" ist schon recht eindeutig.
Mögliche Ursachen:
1. Script/Programm gibt es gar nicht
2. es liegt in keinem Verzeichnis, das im PATH steht
florian at anna:~$ echo $PATH
/home/florian/bin:/usr/local/sbin:/usr/local/bin:/usr/sbin:/usr/bin:/sbin:/bin:/usr/games
Der Doppelpunkt : ist der Trenner. Was in diesen Verzeichnissen liegt,
kann ohne Angabe des Verzeichnisses aufgerufen werden.
Außer:
3. Die Rechte sind falsch gesetzt. (Laß dich bei meinen Beispielen
nicht davon verwirren, wenn da einmal florian at anna: und einmal
florian at florian: steht. Ich hab hier drei Rechner rumstehen, einmal
ubuntu und zweimal opensuse, auf einen greife ich direkt zu, auf die
anderen beiden per ssh, ssh -X und vnc).
Beispiel (nur ein Auszug):
florian at anna:~/bin$ ls -l beispiel.sh
-rwxr-xr-x 1 florian florian 21 2009-12-15 03:57 beispiel.sh
Vorne stehen die Rechte. Das x ist wichtig (steht für
executable).
Aber wenn da was nicht stimmt, sieht das anders aus:
florian at anna:~/bin$ ls -l beispiel.sh
-rw-r--r-- 1 florian florian 21 2009-12-15 03:57 beispiel.sh
florian at anna:~/bin$ ./beispiel.sh
-bash: ./beispiel.sh: Permission denied
florian at anna:~/bin$ chmod +x beispiel.sh
florian at anna:~/bin$ ./beispiel.sh
Mit x
florian at anna:~/bin$
Also bleibt bei dir 1. oder 2. übrig.
Ich hab beagle nicht installiert, aber laut
http://packages.ubuntu.com/de/hardy/amd64/beagle/filelist
gibt es unter /usr/bin nur folgendes:
/usr/bin/beagle-config
/usr/bin/beagle-doc-extractor
/usr/bin/beagle-extract-content
/usr/bin/beagle-imlogviewer
/usr/bin/beagle-index-info
/usr/bin/beagle-info
/usr/bin/beagle-ping
/usr/bin/beagle-query
/usr/bin/beagle-search
/usr/bin/beagle-settings
/usr/bin/beagle-shutdown
/usr/bin/beagle-status
/usr/bin/beagled
Also nix beagle direkt. Dir ist entweder ein Script oder ein
(Sym-) Link verloren gegangen.
flo
--
Fremde Namen sind wie fremde Hunde. Überall laufen sie einem nach.
[WoKo in dag°]