Dateisystem mit automatischer Versionierung

Florian Diesch diesch at spamfence.net
Di Jun 7 13:36:37 UTC 2011


 Am Dienstag, den 07.06.2011, 14:51 +0200 schrieb Michael Höhne 
 <mih-hoehne at web.de>:

> als ich früher noch mit VAX-VMS gearbeitet habe, gab es eine sehr
> einfache Methode an frühere Dateiversionen zu kommen: Pro Verzeichnis
> konnte man ein Versionslimit vorgeben und die Versionierung erfolgte
> automatisch.
>
> Dateien hatte einen Namen mit folgendem Aufbau:
>
> 	Name.Extension;Version
>
> Hatte man z.B. eine Datei mit dem Namen "Text.txt;3" und hat die mit
> einem Programm bearbeitet, so wurde das Ergebnis nicht "als 
> Text.txt;3"
> sondern als "Text.txt;4" gespeichert.
>
> Bei Auswahldialogen oder auch auf Kommandozeile-Ebene wurde 
> prinzipiell
> die höchste Version geladen, es sei denn, man gab die Version 
> explizit
> mit an.
>
> Mit "edit Text.txt" wäre dann die neue Datei "Text.txt;4" zum Zuge
> gekommen. Würde man explizit die Vorgängerversion verwenden wollen,
> müsste man "edit Text.txt;3" verwenden.
>
> Gibt es ein Dateisystem oder irgendetwas anderes, mit dem man
> ein ähnliches Verhalten für zumindest einen Ordner erreichen kann?

 Etwas ein bisschen ähnliches kannst du angeblich mit copyfs
 <http://boklm.eu/copyfs/> bekommen (ich habe es aber nie ausprobiert),
 wobei du da die jeweils aktive Dateiversion global per Kommandozeile
 vorgeben musst, d.h. nicht gleichzeit auf unterschiedliche Versionen 
 zugreifen
 kannst.

 Möglicherweise gibt's noch was passenderes, Stichwort für eine Suche 
 wäre "FUSE".

 Wenn du programmieren kannst/willst, kannst dir dir sowas mit FUSE auch 
 relativ
 einfach (d.h. ohne Kernel-Programmierung) selbst schreiben.
-- 
 <http://www.florian-diesch.de>
 <http://identi.ca/diesch/>



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