5 Jahre aktuellste Software ?

Stefan Luetje stefan.luetje at t-online.de
Sa Jul 7 16:59:40 UTC 2012


Am 07. Jul 2012 um 18:30 CEST schrieb Sascha:
> Am 07.07.2012 17:46, schrieb Stefan Luetje:
> >>Alte Fehler belassen und sie umgehen, statt sie zu beheben - das hältst
> >>Du für professionell?
> >
> >Ja, weil die Wechselwirkung von dauernd neu eingespielten Bugfixes gar
> >nicht absehbar ist.
> 
> Ja nur muss man sich dann eben entscheiden ob Ubuntu eine
> Distribution für normalen Anwender oder eine für den professionellen
> Bereich sein soll.

Eine Distribution mit einer Laufzeit von 5 Jahren zielt ganz deutlich
auf den professionellen Bereich und dürfte wohl nur die wenigsten
privaten Anwender ansprechen.

Ich bin zwar auch ein grosser Freund abgehangener Software, aber mehr
als 2-3 Jahre wären mir auch zuviel des Guten.

> Ich wage zu behaupten das der normale Anwender
> (egal ob nun mit Linux, Mac oder Windows) eine stabile Plattform
> will auf der Fehler schnell ausgeräumt werden und auf der die von
> ihm gewünschten Programmversionen laufen. Das mag beim
> professionellen Betrieb zum Teil anders sein, doch interessiert das
> den normalen Anwender recht wenig. Und der normale Anwender ist es
> den Ubuntu als Tester braucht. Ob das den Verantwortlichen nun
> schmeckt oder nicht ist dabei recht nebensächlich.

Tja, darum gibt es bei Ubuntu eben nicht nur die LTS Version.

> >>Sofern es um Programme geht, wird das in der Windowswelt meistens ja
> >>bekanntlich in verhältnismäßig kurzen Zyklen mit neuen Versionen
> >>angegangen (hier und da auch mal mit Patches) - bei Ubuntu nicht.
> >
> >Das kannst du doch bei Ubuntu genauso machen, indem du dir Backports
> >suchst, oder selbst Pakete baust.
> 
> Backports mögen wenn sie in einen entsprechenden Repository sind
> (die Ubuntu-Lösung nennt sich da PPA und Backports) für den normalen
> Anwender gangbar sein. Das Compilieren von Programmen jedoch auf
> keinen Fall. Und das kann auch nicht der Sinn eines unter anderen
> auf normale Anwender orientierten Systems sein.

Ich will nicht bestreiten, daß sich die Backports bei Ubuntu und auch
bei Debian stable vom Umfang nicht noch verbessern lassen würden.

> >>Professionell wäre dann aus meiner Sicht, Fehler zu beseitigen und
> >>nicht, sie einfach liegenzulassen - und das zukünftig bei LTS auch
> >>noch 5 Jahre lang.
> >
> >Mit dieser Einstellung stehst du aber ziemlich alleine da.
> 
> Nein steht er bei normalen Anwendern nicht. Denen sind die
> Anforderungen professioneller Anwender auch recht schnurz egal.
> Evtl. sollte man sich bei Ubuntu entscheiden was man will. Dieses
> Schießen gegen den normalen Anwender aus dem Hintergrund geht einen
> ziemlich auf den Senkel.

Ich behaupte mal, daß die "normalen Anwender" weder LTS, noch Debian
stable benutzen, weil die meisten an Versionitis leiden und sich schon
nach einer Woche ohne irgendwelche Updates ernsthafte Sorgen machen. ;-)


Gruß
Stefan
  
-- 
Stefan Lütje <stefan.luetje at t-online.de>                Skelli at jabber.ccc.de
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   "Tauche nie deinen Füller in Firmentinte. Nie im eigen Haus rumheften,
                         tackern, lochen." Stromberg
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