Jede 5 Jahre ein Update?
Christoph Schmees
cjws at gmx.net
So Jul 8 21:35:30 UTC 2012
Hi,
jetzt will ich doch mal meinen Senf dazu geben.
Der Vergleich mit den "wenigen" Windows-Versionen hinkt, weil
teilweise per Service-Pack erhebliche Veränderungen, auch
funktional, eingeführt wurden. Also, wenn wir schon die
Update-Zyklen von Ubuntu mit denen von Windwos vergleichen, dann
bitteschön *mitsamt der Service-Packs*. Dann ändert sich das Bild
nämlich. Beispielsweise XP war frühestens ab SP1 überhaupt
benutzbar; ab SP2 und erst recht ab SP3 ist es ein anderes System
als das ursprüngliche. Viele Programme und Funktionen laufen
ausdrücklich erst ab SP2 oder SP3, z.B. WPA2 für WLAN. NT hat es
bis SP6 (!) gebracht und dabei viele funktionelle Erweiterungen
erfahren.
So wie die Menschheit sich an die mit Vista eingeführte neue
Oberfläche gewöhnen musste (oder noch schlimmer: Metro von W8),
muss sie sich an die neuen Oberflächen von Gnome, KDE oder gar
Unity gewöhnen. Die Entwickler, egal ob die bezahlten in Redmond
oder die freie Gemeinde, halten das für Fortschritt. Wobei - bei
Linux gibt es ja immer Alternativen. Hier kann man auch auf einem
neuen Unterbau bewährte Oberflächen erhalten.
Auch bei Windows gab und gibt es eine parallele Entwicklung von
HW und BS. Wenn die HW sich nicht ändert, gibt es für mich keinen
Grund, das BS zu ändern.
Das Einzige, was ich möchte, ist der Erhalt der Sicherheit. Das
bedeutet: Ich möchte Sicherheitslücken möglichst schnell geflickt
bekommen, im BS *und* in den Anwendungsprogrammen. Von
Firefox/Iceweazel gibt es aus diesem Grunde auch die ESR-Version.
Neue Features interessieren mich nicht, solange ich nicht neue HW
einsetze. Was soll ich mit EFI, wenn meine HW das nicht kann? Was
soll ich mit Nutzung der GPU, wenn ich eine einfache GraKa nutze?
Usw. Und neue Oberflächen möchte ich auch nicht, wenn ich an eine
gut gewöhnt bin. Meinen Kunden geht das auch so.
Meine Haltung: Erst kommt Stabilität, Sicherheit und die bekannte
Oberfläche, und dann kommt lange lange nichts. Jetzt rate mal, ob
ich ausschließlich LTS (Ubuntu, Mint) bzw. Stable (Debian)
Versionen nutze und bei Kunden installiere?
Meine 2¢.
Christoph
--
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