5 Jahre aktuellste Software ?
Nils Kassube
kassube at gmx.net
Di Jul 10 15:26:46 UTC 2012
Ralf Lehmeier wrote:
> Nils Kassube schrieb:
> > Alle 6 Monate eine neue Version ist nunmal die Philosophie von
> > Ubuntu. Daran halten sich die Entwickler, und damit ist Ubuntu
> > scheinbar recht erfolgreich. Erstmal (möglichst) alle Bugs
> > beseitigen wäre die Debian- Variante. Dazwischen kann man wählen,
> > aber beides zusammen bekommt man nunmal leider nicht.
>
> Es wird nicht erwartet das eine Software fehlerfrei auf den Markt
> kommt aber es ist nicht zuviel erwartet wenn ein Fehler auftritt das
> der schnellstens beseitigt wird.
Das ist m.E. doch etwas zu viel erwartet. Da bekommst Du die komplette
Software für Deinen Rechner geschenkt und verlangst auch noch, dass
Fehler schnellstens beseitigt werden. Da frage ich mich, womit das zu
begründen wäre. Das Versprechen von Ubuntu heißt nach meiner Erinnerung,
dass sicherheitsrelevante Fehler während der Laufzeit einer Version
beseitigt werden, mehr nicht. Aber hier geht es ja um nicht wirklich
kritische Fehler, denn Sicherheitsupdates gibt es ja relativ zügig,
sobald entsprechende Fehler gefunden werden.
> Das bremst die neuen Features zwar etwas aus aber dafür wäre die
> Software auch so nutzbar wie es ursprünglich vorgesehen war.
> Ausserdem geht es hier nicht nur um das OS sondern vor allem um die
> Anwendungssoftware.
Klar geht es nur um die Anwendersoftware, denn als normaler Anwender
bekomme ich vom OS eigentlich kaum etwas mit. Wie wird das eigentlich
bei anderen Systemen gehandhabt? Nehmen wir mal z.B. Microsoft - da gibt
es einmal im Monat einen Patch-Tag, an dem Patches für kritische Fehler
verteilt werden. Das ist ja ganz schön, aber was sind denn "kritische
Fehler"? Das sind natürlich nur solche, die MS entsprechend einstuft.
Alles was darüber hinausgeht an Fehlerbeseitigung, kannst Du mit der
nächsten Version kaufen - vielleicht. Wenn Du mehr haben willst, kannst
Du natürlich gegen nur mäßig überhöhte Gebühr einen Support-Vertrag
abschließen. Ich sehe hier irgendwie nicht den großen Unterschied zu
Ubuntu, wenns um Fehlerbeseitigung geht.
Nils
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