Umstieg von Shotwell nach Darktable
Frank J.
newsletter at fotodrachen.de
Sa Nov 21 09:32:18 UTC 2015
Am 20.11.2015 um 19:20 schrieb Frank J.:
> Am 20.11.2015 um 19:08 schrieb Frank:
> ..
>>
>> Ich möchte mich mit RAW beschäftigen, aber irgendwie komme ich nicht
>> weiter.
>
...
>> Erst mal möchte ich ein Raw Foto bearbeiten um zu sehen was machbar ist.
...
> http://www.darktable.org/resources/camera-support/
> Strg.+F ist nützlich um dann in der langen Liste zu suchen.
>
Übrigens ...
mit RAW holt man das letzte aus seiner Kamera raus, weil alles
geliefert wird, was der Sensor hergibt (14 Bit je Farbkanal statt 8 wie
in JPG). Es hat sich noch keine Kamera-Software an der "Optimierung"
versucht, was auch mal schief gehen kann. Es sind noch keine Pixel durch
JPG-Komprimierung verloren gegangen.
Trotzdem können mit Darktable die Funktionen zur *Verwaltung* der
Bildersammlung und größtenteils auch die Funktionen zur
*Bildbearbeitung* genutzt werden, wenn man nur JPG zur Verfügung hat und
kein RAW.
Es spricht also nichts dagegen, Darktable auch auf für die "alten"
Bilder zu verwenden.
Das Prinzip:
Früher habe ich meine Bilder mit GIMP aufbereitet.
Ich habe das Original behalten (ein Hauptordner) und die bearbeiteten
JPG-Versionen (Ausschnitt, Helligkeit, ..) in einem anderen Zweig
gespeichert.
Dies belegte doppelten Speicherplatz, auch das Tagging musste doppelt
gemacht werden.
Bei Darktable bleibt das Original (RAW oder JPG) "unberührt".
Die Bearbeitungsschritte werden in einer Datenbank und in einer beim
Bild abgelegten XML-Datei (.xmp) vermerkt.
Beim Anzeigen wird aus dem Original mal eben die bearbeitete Version
erzeugt. Das schont den Speicherplatz, setzt aber einen flotten
Prozessor voraus.
Besonders effektiv ist das dann, wenn man mehrere Varianten eines Bildes
erarbeitet hat (Kopien). Es werden dann nur "logische" Kopien erzeugt in
Form von mehreren (sehr kleinen) XMP-Dateien, die alle auf dem nur
einmal gespeicherten Original beruhen. Der Speicherplatz erhöht sich
dadurch kaum.
Wenn man JPG benötigt, z.B. mit 1000 Pixel Breite für's Fratzenbuch,
dann kann man die "exportieren" und danach wieder löschen, weil sie
jederzeit reproduzierbar sind.
Der Unterschied zu GIMP:
Mit Darktable kann man schärfen und filtern, dies auch selektiv gezielt
in bestimmten Bereichen (Maske, Verlauf).
Man kann aber nicht mit "Ebenen" arbeiten und Ausschnitte montieren und
man hat keine Malwerkzeuge zum Retuschieren.
Trotzdem habe ich GIMP kaum noch benutzt, seit ich Darktable verwende.
Ein Modul zum entfernen von Flecken (Pickel oder Staubkorn) gibt es.
Mehr brauche ich nicht an "Retusche".
--
Frank J.
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