Umstieg von Shotwell nach Darktable

Frank J. newsletter at fotodrachen.de
Sa Jan 16 11:10:59 UTC 2016


Am 10.01.2016 um 17:10 schrieb H.-Stefan Neumeyer:
> Am Montag, 4. Januar 2016, 08:22:54 schrieb Matthias Bodenbinder:
> 
> Hallo Matthias
>>
>> Würde mich mal interessieren mit welcher app du denn deine negativen
>> Erfahrungen mit sqllite gesammelt?
>>
> Ich halte hier als Referenz auf einem Rechner eine digiKam-Installation 
> vor....
> 
> Die Bilder sind nur in eine Verzeichnisstruktur einsortiert, also weder 
> getagt noch mit Schlagwörtern versehen.
> 
> Die eigentliche Datenbank für Digikam ist 639 MB groß, die der 
> Vorschaubilder 4,8 GB (!). 


Hallo,
hier mal die Vergleichswerte dazu:

Ich habe lokal etwa 37.000 Bilder aus 970 Ordnern in Darktable importiert.
Die älteren sind im JPG-Format, das sind etwa 30500.
Die neueren sind im RAW-Format (*.orf), das sind etwa 6000.
Der Rest: ca. 500 TIFF oder PNG.

Ich tagge viel: Orte, Personen usw., ein paar Tags setzt Darktable auch
automatisch (Format, Bearbeitet, Stil angewendet).
Es gibt derzeit 1870 verschiedene Tags, und 110500 Zuweisungen dieser
Tags zu Bildern, also im Durchschnitt 3 Tags je Bild.

Jeder Bearbeitungsschritt beim "Entwickeln" ist in der Datenbank
gespeichert, es sind knapp 70000 Molule/Operationen. Die konzentrieren
sich, ähnlich wie die Tags, eher auf die neueren Bilder.

Weitere Daten (ohne Mengenangabe) in der Datenbank sind:
- Farbcodes
- Masken
- Titel und Beschreibungen zu dem Bildern
- Stile (Presets)

Die größte Tabelle mit 1.7 Mio. Zeilen analysiert die Kombinationen von
Tags. Ein Zähler bewertet die Häufigkeit von gemeinsam verwendeten Tags
auf Bildern. Dies dient dazu, beim Tagging Vorschläge zu machen.

Diese SQLITE-Datenbank von Darktable ist 106 MByte groß.

Die oben genannten Dateigrößen (6mal so groß bei weniger Bildern) lassen
vermuten, dass darin nicht nur alphanumerische Daten enthalten sind
sondern möglicherweise auch auch Bilder (Vorschauen)?

Die Vorschauen von Darktable liegen nicht in der Datenbank sondern in
einem Datei-Cache. Der ist derzeit nur 70 MB groß. Vermutlich weil das
Format bei Version 2.0 umgestellt wurde und ich seitdem nur wenige
Ordner geöffnet habe.

Frank

PS
Meßtischblätter gehören, wenn sie georeferenziert sind, weniger in eine
Bildverwaltung als vielmehr in ein GIS.
Man kann sie z.B. mit gdaltindex [1] indizieren und in QGIS [2] öffnen.

[1] http://gdal.org/gdaltindex.html
[2] http://qgis.org/de/site/





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