Samsung SCX 4100
Carsten Hoyer - ubuntu
ubuntu at wildgreen.de
Don Jan 27 12:50:35 CST 2005
Im Prinzip hast Du ja recht, ich halte nichtsdestoweniger das
herstellerseitige Verfügbarmachen von Linuxsoftware für per se
begrüßenswert.
Offene Spezifikationen wären auch schön, aber da steht sicher oft die
Befürchtung der Hersteller dagegen, Betriebsgeheimnisse preiszugeben.
Ob die Gefahr real ist, kann ich nicht beurteilen, ich kann aber das
Bedürfnis, einen gewissen Innovationsschutz zu genießen, durchaus
nachvollziehen.
Gruß
ch
Am 27.1.2005 schrieb "Martin Schmitz" <ubuntu at zangpo.org>:
>Carsten Hoyer - ubuntu wrote:
>> Jedem das seine, so auch Dir Deine Meinung.
>> Nichtsdestoweniger habe ich noch das stete Gejammer im Ohr: "Die bösen
>> Hardwarehersteller unterstützen aber nie Linux.... Nur deswegen
>> funktionieren viele Geräte nicht oder nur unzureichend. "
>
>Soetwas habe ich von ernstzunehmenden Leuten noch nie gehört.
>
>> Dann tut das ein Druckerhersteller auf vorbildliche Weise , sogar
>> inklusive eines Win-Umsteiger-freundlichen Installers und das ist auch
>> wieder schlecht....
>
>Daran ist nichts vorbildlich. Für den Umgang mit Druckern gibt es
>jahrzehnte alte Standards. Ein proprietärer Treiber nutzt in vielen
>Fällen überhaupt nix, ob er nun für Windows oder Linux ist.
>
>Was die freie Software Gemeinschaft fordern sollte, sind offene
>Spezifikationen und die Einhaltung von Standards.
>
>Was machst Du, wenn in 2 Jahren Deine Linux-Umgebung ganz anders
>aussieht als heute, es aber vom Hersteller keine neuen Treiber gibt?
>Oder wenn Du Dich entschließt, von Linux auf FreeBSD umzusteigen? Oder
>auf Mac OS X, damit tut Dein Drucker nämlich auch nicht?
>
>Warum um Himmels Willen sollte ein Drucker auf die Verwendung mit einem
>bestimmten Betriebssystem festgelegt sein?
>
>> Wieso der Drucker jedoch Windows-Only-Hardware sein soll, wenn ein
>> Linuxtreiber und auch ein Config- und Bedienprogramm für Linux beiliegt,
>> erschließt sich mir nicht vollumfänglich.
>
>GDI ist eine kastrierte Seitenbeschreibungssprache, die Windows für
>viele Dinge benutzt (afaik auch für das Zeichnen der
>Benutzeroberfläche). Aus diesem Postscript für Arme generiert der
>Treiber dann Anweisungen für den Drucker. Wie diese Anweisungen genau
>aussehen, weiß außer dem Hersteller niemand.
>
>Standardsprache für Drucker ist Postscript, allenfalls noch PCL. Das ist
>wohlbekannt und die Spezifikationen liegen für alle verfügbar offen.
>Einem Drucker, der diese Sprachen beherrscht, kannst Du also direkt die
>von Deiner freien Software generierten Postscript- oder PCL-Dateien
>schicken. So ein Drucker ist dann vollkommen ohne Treiber von jedem
>Computer aus nutzbar, der in der Lage ist, Dokumente in einer dieser
>Seitenbeschreibungssprachen zu generieren.
>
>Der einzige Grund, warum in vielen Druckern heutzutage kein
>Postscript-Interpreter vorhanden ist, ist, daß für den Hersteller dabei
>entweder Lizenzgebühren anfallen würden oder er selbst einen
>Postscriptinterpreter schreiben müßte. Eine Sparmaßnahme also.
>
>In derselben Preisklasse wie Dein Samsung-Drucker gibt es z.B. den
>HP Laserjet 3015 AIO, der, soweit ich das gesehen habe, dem Samsung in
>nichts nachsteht. Er ist sogar ein bißchen günstiger und kann mit
>bessern technischen Daten aufwarten. Und er beherrscht PCL und bringt
>eine Postscript-Emulation mit. Mit diesem Drucker kannst Du vollkommen
>problemlos von jedem beliebigen Betriebssystem aus drucken, ohne
>irgendwelche proprietären Treiber zu installieren, die oftmals kaputt
>sind und einen Rattenschwanz an Problemen nach sich ziehen.
>
>Augen auf beim Hardwarekauf! Und *vorher* informieren!
>
>HTH,
>Martin
>
>--
>ubuntu-de mailing list
>ubuntu-de at lists.ubuntu.com
>http://lists.ubuntu.com/mailman/listinfo/ubuntu-de