Sinn von Backports?

Bernd Schwendele ml at schwebekoma.de
Sam Dez 23 14:28:34 GMT 2006


Sascha Morr schrieb:
> Hallo,
>
> bei Ubuntu gibt es ja die Backports (siehe entsprechenden Eintrag in der
> /etc/apt/sources.list). Diese sind damals entstanden da Canonical/Ubuntu
> einen allzu großen *Wildwuchs* an zurückportierten Paketen verhindern
> wollte. An sich sind die Backports auch eine gute Idee. Man stellt dort
> aktuellere Pakete zur Verfügung, als jene die in der Distribution
> vorhanden sind und jeder kann selbst entscheiden ob er sie verwenden
> will. Ohne großen Aufwand und mit guter Qualität. Die Realität sieht
> aber anders aus. In den Backports finden sich keine aktuelleren Pakete
> mehr, das Ganze scheint in der Tat gar eingeschlafen zu sein. Deshalb
> meine Frage nach dem Sinn von Backports.
>   

Ich stelle mir eine ganz andere Sinnfrage: In wie fern ist es überhaupt
noch sinnvoll Pakete für genau eine Version bereitzustellen, so dass
ich, wenn ich ein neues Major-Release haben möchte gleich zur andere
Ubuntu-Version springen muss. Das ist - wenn wir mal ehrlich sind -
nicht sinnvoll. Wie erkläre ich das einem Menschen, der nicht viel
Ahnung von Betriebssystemen hat, dass wenn er jetzt Breezy hat und eine
neue Version von FF und OpenOffice haben möchte, am besten sein OS
auffrischt, was immer mit Risiken verbunden ist (OK, FF und OO lassen
sich auch so installieren, bei anderen Beispielen siehts da aber schon
mau aus)?
Wäre es nicht allgemein besser Ubuntu ginge den FreeBSD-Weg - eine
Trennung von Base und Userland? Wären Ports nicht der weitaus coolere
Weg? Ich denke ja. ;)
Gruß
  Bernd