Partitionen / Datensicherung
Sebastian Heinlein
glatzor at ubuntu.com
Sam Jul 22 09:47:22 BST 2006
Am Freitag, den 21.07.2006, 15:38 +0200 schrieb Alexander Skwar:
> Sebastian Heinlein <glatzor at ubuntu.com>:
>
> > Am Freitag, den 21.07.2006, 10:20 +0200 schrieb Roland Kalb:
> >> Hallo
> >>
> >>
> >> ich bin momentan am Überlegen, mal meine Festplatten aufzuräumen und meinen
> >> Computer neu zu konfigurieren. Bisher läuft zB. das Betriebssystem auf der
> >> kleinen, aber wie ich festgestellt habe, langsameren Platte, auf der Großen
> >> sind nur Mediadateien und Backups. Ich habe einmal 20GB und einmal 60GB und
> >> eine 80GB, die nicht im Einsatz ist, aber extern angeschlossen werden kann.
> >>
> >> Jetzt frage ich mich:
> >>
> >> Welche Partitionen brauche ich / sind sinnvoll?
> >
> > Für ein Desktop-System braucht es nicht viel: /, /home und swap
>
> Und am besten noch /usr, /var, /tmp.
Wieso? Schau Dir mal nur die Fehlerberichte zu "beim dist-upgrade läuft
die Platte voll" an und Du weißt, dass es nur unnötige Probleme
erzeugt.
Ich denke nicht, dass es sich hier um einen Server handelt, auf den
jemand ein paar Gigabyte schreiben kann und so /var voll bekommt - also
kein Grund für /var. Wenn Du eine /tmp anlegst, kannst Du beim Umwandeln
von Filmen in eine blöde Situation kommen. Und / und /usr zu trennen
sorgt ab und zu für Überraschungen, wenn man dann doch mal mehr
Systemprogramme installiert.
Du kannst natürlich alle Partitionen mehrere Gigabyte große machen, um
Reserven anzulegen. Aber ob das so sinnvoll ist ...
Die einzige Trennung für ein Desktop-System ist / und /home. Und zwar um
im Notfall das Betriebssystem neu installieren zu können ohne die
Benutzerdaten zu gefährden.
> > Wenn Du mehr anlegst, läufst Du nur in Gefahr, diese zu klein oder zu
> > groß anzulegen. Und selbst mit LVM ist es ein Gepfrimmel die
> > Dateisysteme zu verändern.
>
> Nicht wirklich. lvresize -L+234m /dev/Volume00/lvol01 && resize_reiserfs /dev/Volume00/lvol01
>
> Was ist daran "Gepfriemel"?
Du machst es Dir hier sehr einfach, in dem Du ein Beispiel wählst, in
dem noch freier Platz auf der volume group ist.
Wenn Du nämlich sämtlichen Speicher belegt hast, was wohl auch der
normale Fall ist, dann musst Du zuerst ein anderes LV verkleinern - und
natürlich auch zuvor wieder das Dateisystem darauf.
Das hat dann auch zur Folge, dass Du die in der Größe geänderte
Partitionen kreuz und quer auf den Festplatten verteilst.
Zudem denke ich das für das Verständnis der obigen Zeile doch auch
einiges an Nachlesen erforderlich ist. Gepfriemel wird etwas, wenn der
Aufwand nicht in Relation zum Nutzen steht.
Sebastian