Partitionen / Datensicherung
Rüdiger Noack
ernohl at yahoo.de
Sam Jul 22 23:04:49 BST 2006
Ich hänge mich mal rein. ;-)
Alexander Skwar schrieb:
> · Sebastian Heinlein <glatzor at ubuntu.com>:
>
>> Am Freitag, den 21.07.2006, 16:41 +0200 schrieb Alexander Skwar:
>>> Patrick Cornelissen <cornelis at p-c-software.de>:
>>>
>>> > Am Fr, 21.07.2006, 15:38, schrieb Alexander Skwar:
>>> >
>>> So kann man /usr z.B. read-only mounten, was man bei / idR. nicht
>>> machen wird. Oder man kann für /usr ein anderes Dateisystem verwenden.
>>> Und natürlich auch, um zu verhindern, das einem / voll läuft (kann
>>> bei Installationen ja durchaus schon mal passieren, insb. dann,
>>> man z.B. in /usr/src und somit in / kompiliert).
>>
Nicht nur dann. Wer hat noch kein wild gewordenes Modul, Programm, ...
erlebt, welches syslog & Co. zumüllt.
>>> > Diese Vielpartitioniererei ist mir suspekt.
>>>
>>> Warum? Flexibilität ist hier das Stichwort. Durch eine statische
>>> Partitionierung büßt man Flexibilität ein. Desweiteren rate ich
>>> zu vielen Partitionen, da meine hellseherischen Fähigkeiten echt
>>> mies sind und ich vermute, das dies bei anderen höchstens geringfügig
>>> besser ist - will sagen, ICH weiß nicht, wie groß mein /usr mal
>>> sein muss oder mein /home. Darum fange ich immer so klein wie
>>> möglich an.
>>
>> Flexibilität ist hier eher mit viel Arbeit gleich zu setzen.
>
> Nein, nicht mit viel Arbeit. Eher mit geringer bis zu vernachlässigender
> Arbeit. Die von Dir vogeschlagene Inflexibilität ist eher mit *ENORMEN*
> Arbeitsaufwand gleich zu setzen, nämlich dann, wenn man feststellt, das
> die hellseherischen Fähigkeiten doch nur ungenügend waren.
>
Kann ich nur zustimmen. System einrichten und dabei die Empfehlungen für
Partitionsgrößen beachten und mit dem Rest (unter LVM natürlich) später
auftretende Engpässe bekämpfen.
>> Ich muss
>> ehrlich gestehen, dass es mir reicht mich einmal mit meiner
>> Partitionierung auseinander zusetzen.
Das bedeutet Platz verschwenden, laufend neu partitionieren oder
Hellseher zu sein.
>
>
>> Ein normaler Desktop, auf dem nicht gespielt wird, wird nicht mehr als 5
>> GByte fürs System brauchen. Ansonsten nimmst halt einfach 10 GByte.
>
Ja was denn nun? Reichen 5 GB oder nicht? Also 10. Und wenn die nun aus
welchen (temporären) Gründen auch immer auch nicht reichen? 20? 40? ...
Wenn du dich einmal entschieden hast (und keine Reserven hast) und dir
das FS überläuft, was machst du dann?
Mein Notebook habe ich zu breezy-Zeiten aufgesetzt und es darf gern ein
paar Jahre ohne Neuinstallation laufen. Platzbedarf:
/dev/hda1 180639 101991 69011 60% /
tmpfs 258208 4 258204 1% /dev/shm
/dev/mapper/vg00-lvol_home
1965459 796838 1063764 43% /home
/dev/mapper/vg00-lvol_usr
2456827 2001868 350102 86% /usr
/dev/mapper/vg00-lvol_var
2456827 1893589 458381 81% /var
/dev/mapper/vg00-lvol_daten
30963708 24457700 6506008 79% /Daten
/dev/mapper/vg00-lvol_temp
5160576 32828 5075320 1% /temp
Kein eigener Kernel, keine Spiele, nur zum Arbeiten. Selbst kompilieren?
Nur wenn es unbedingt sein muss!
Die 5 GB wären also quasi verbracht. Was ist, wenn jemand als Newbie
beginnt und später seine eigenen Kernel kompilieren will? Oder gar
seinen apt-proxy betreiben will? Oder einfach eine WLAN-USB-Karte
anschafft, wofür es noch kein Ubuntu-Paket gibt und selber kompilieren
angesagt ist?
Hier sieht man auch, dass ich noch einen Schritt weiter gehe und für
separate Daten-FS plädiere. Die vielen Konfigurationsdateien unter $HOME
gehören einfach von den persönlichen Daten (Dokumente, Bilder, Musik,
...) getrennt.
> Warum sollte ich 5GB verschwenden? Dann doch lieber die 5GB nicht zuteilen
> und erst bei Bedarf zuteilen.
>
>> Ich habe zur Zeit wirklich sehr viel installiert und bin bei 4,5 GByte.
>>
>>> > /boot: ist deprecated IMHO
>>>
>>> Schadet aber nicht.
>>
Rüdiger
--